Erdsondenanalyse - Die Lösung zu einem unterschätzten Problem
Alte Erdsonde und neue Wärmepumpe passen nicht
Die Erdsondenwärmepumpe entzieht dem Boden mit der Erdsonde Energie und erzeugt damit Wärme für Heizung und Warmwasser. Der Boden kühlt dadurch ab. Das Erdreich ist ein praktisch unerschöpflicher Energiespeicher, die Entzugsleistung ist aber begrenzt durch den Wärmenachfluss aus dem umgebenden Erdreich. Die Entzugsleistung der Wärmepumpe und die Bodenregeneration müssen also sauber aufeinander abgestimmt werden. Ansonsten kühlt die Erdsonde immer weiter ab.
Was passiert, wenn die Erdsonde zu klein dimensioniert ist?
Viele bestehende Erdsonden, die nach alter Norm (korrekt) dimensioniert wurden, sind nach heutigen Erkenntnissen und Bedürfnissen zu kurz ausgelegt. Was bedeutet das?
- Die Erdsondentemperatur sinkt immer weiter ab. Die Regenerationskapazität des Erdreichs ist überschritten.
- Nach einigen Jahrzehnten im Betrieb nähert sich die Sondenaustrittstemperatur an 0°C an. Es droht die Sicherheitsabschaltung der Wärmepumpe.
- Die Effizienz der Wärmepumpe sinkt stetig. Es wird mehr Strom verbraucht.
Problem bei neuer Wärmepumpe mit alter Erdsonde.
Moderne Wärmepumpen sind nochmals deutlich effizienter im Betrieb als ihre Vorgängermodelle. Das heisst, sie benötigen weniger Strom für die Erzeugung der Wärme. Gleichzeitig heisst das aber auch, dass sie mehr Wärme aus der Erdsonde ziehen. Trifft nun also eine moderne Wärmepumpe auf eine alte Sonde, kann das schnell zu Problemen bis zur Sicherheitsabstellung der Wärmepumpe führen.
Unbedingt prüfen bei Ersatz der Wärmepumpe
Da Erdsonden eine deutlich höhere Lebensdauer als die dazugehörige Wärmepumpe haben, wäre es wünschenswert, die Erdsonde für die nächste Wärmepumpe weiterzuverwenden. Aufgrund der oben genannten Problematik ist es sehr wahrscheinlich, dass auch aktuell gut funktionierende Systeme bei einem Wärmepumpenersatz problematisch werden. Eine Analyse der Erdsonde lohnt sich also unbedingt.
Lösungsansätze für bestehende Erdsondenanlagen
In welchem Umfang ein Handlungsbedarf besteht zeigt eine sorgfältige Analyse. Dafür werden unter anderem die Verbrauchsdaten der Wärmepumpe in den vergangenen Jahren ausgewertet. So lässt sich beurteilen, wie stark die Sonde wirklich belastet ist und welche Massnahmen sinnvoll sind. Dafür gibt es zwei mögliche Lösungsansätze.
System belassen
- Sonde entlasten: Die Warmwasserbereitung kann vom bestehenden System getrennt und separat über einen Wärmepumpenboiler erfolgen.
- Regeneration: Die Erdsonden können im Sommer mit einer thermischen Solaranlage bis zu einem gewissen Grad regeneriert werden.
System ändern
- Neue Erdsonden: Die bestehenden Erdsonden können durch neu dimensionierte Sonden ersetzt oder ergänzt werden. Dadurch lässt sich die Anlage langfristig und effizient weiterbetreiben.
- Ersatz der Wärmepumpe: Wenn die Erdsonden-Wärmepumpe nicht erst kürzlich ersetzt wurde, kann das System zu einem Luft/Wasser-Wärmepumpen System umgestellt werden. Andernfalls wäre ein vorzeitiger Ersatz wirtschaftlich nicht sinnvoll.
- Bivalentes System: Das bestehende System kann mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe erweitert werden. Die Erdsondenwärmepumpe übernimmt weiterhin beispielsweise die Warmwasseraufbereitung und das Free-Cooling.
Mit einer Erdsondenanalyse zur passenden Lösung
Bei einer Erdsondenanalyse von der Omneo AG werden alle im letzten Abschnitt genannten Optionen geprüft und verglichen. Anschliessend erstellen wir einen Massnahmenplan mit den sinnvollsten Massnahmen, welche in den kommenden Jahren getroffen werden können, um die Heizung zu optimieren oder wieder voll funktionsfähig zu machen.
Jetzt Erdsondenanalyse durchführen
Gerne helfen wir Ihnen bei Ihrem Projekt. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu einer Erdsondenanalyse oder einem Heizungsersatz.
Wir sind von Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr für Sie da.